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[04.05.2015] 5-Jahresvertrag mit KBA

„Mit Koenig & Bauer arbeiten wir schon seit 20 Jahren eng zusammen und haben mit innovativen Lösungen immer wieder für Zufriedenheit gesorgt“, betont Franz-Josef Meyer vom Branchenmanagement DC-IA/SDF32. Diese Zusammenarbeit geht jetzt in die nächste Runde.

Die Unternehmensgruppe Koenig & Bauer (KBA) ist der zweitgrößte Druckmaschinenhersteller der Welt. Unsere Automatisierungslösungen treiben die Rollenmaschinen für Verpackungs-, Zeitungs- und Akzidenzdruck sowie weitere Sonderdruckverfahren und Wertpapiermaschinen an. Jetzt unterzeichnete KBA einen Rahmenvertrag, der die langfristige Zusammenarbeit weitere fünf Jahre fortsetzt.

[04.02.2015] Mit virtueller Inbetriebnahme schneller zum Ziel

Virtuelle Inbetriebnahme mit Open Core Engineering verkürzt die Engineeringzeiten und senkt Kosten und Risiken für Maschinenhersteller. Durchgängiges Engineering von Rolle-zu-Rolle-Maschinen mit Open Core Engineering

Flexible Elektronik steht vor dem Durchbruch zur Massenfertigung und zahlreiche Maschinenhersteller arbeiten aktuell an neuen Maschinenkonzepten dafür. Gerade bei der wirtschaftlichen, aber regelungstechnisch komplexen Rolle-zu-Rolle-Verarbeitung ermöglicht die virtuelle Inbetriebnahme eine deutliche Verkürzung der Engineeringzeiten. Gleichzeitig senken Maschinenhersteller damit Kosten und Risiken bei der Inbetriebnahme. Rexroth eröffnet neue Möglichkeiten, mit Open Core Engineering verschiedene Simulationsprogramme einzusetzen.

[03.02.2015] Gedruckte Elektronik - 3D-Micromac setzt auf Automationslösung von Rexroth

Gedruckte Elektronik: Auf dem Sprung zur Massenfertigung

Auf flexible Trägermaterialien gedruckte Elektronikschaltungen werden in wenigen Jahren unser tägliches Leben prägen. Das Hightech-Unternehmen 3D-Micromac AG aus Chemnitz hat dafür die modulare Produktionslinie microFLEX entwickelt. Bei der Automation einschließlich des Bahntransports mit hochgenauer Bahnspannungsregelung hat 3D-Micromac eng mit Rexroth zusammengearbeitet.

[11.03.2013] Tiefdruck in Hochgeschwindigkeit

Mit der Tiefdruckmaschinenserie „Aurora“ hat der Hersteller Cerutti das modulare Zeitalter im Zeitschriften- und Katalogdruck eingeläutet.

Trotz der Verbreitung digitaler Medien bergen auch Druckmedien weiterhin ein großes Potential. Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist allerdings enorm. Wer überleben will, muss sich durch innovative und effiziente Lösungen auszeichnen. Das gilt insbesondere für Druckmaschinenhersteller. Mit der Aurora-Serie hat das Unternehmen Officine Meccaniche Giovanni (O. M. G.) Cerutti ein erfolgreiches Konzept für Rotationstiefdrucklinien für den Druck hochwertiger Zeitschriften und Kataloge entwickelt. Dieser italienische Tiefdruckmaschinenhersteller greift dabei auf eine Automatisierungslösung ganz ohne Wellen von Bosch Rexroth zurück, die die Markteinführungszeit um ein Drittel verkürzt. Auch die Zeit für die Lieferung der ersten Druckmaschine an die brasilianische Mediengruppe Grupo Abril konnte so von 18 auf nur 12 Monate verkürzt werden.

[12.11.2012] Weniger ist mehr

Die Flexodruckmaschine Fusion von PCMC punktet mit kürzeren Umrüstzeiten und weniger Makulatur – auch dank Technologie von Bosch Rexroth.

Ist ein Parfüm attraktiv verpackt, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass es gekauft wird. Pralinen in einer goldgeprägten Schachtel positionieren sich gegenüber schlichteren Verpackungen als Premiumprodukt. Verpackungen, ob aus Papier, Karton, Folie oder Kunststoff, müssen ihren Inhalt zwar schützen, aber sie müssen auch Eindruck machen. Ein attraktives Aussehen ist für viele Produkte ganz klar ein wichtiges Verkaufsargument. Für Druckereien heißt das, dass sie gute Ergebnisse zu einem möglichst günstigsten Preis erzielen müssen. Die äußere Hülle soll schließlich nicht mehr als der Inhalt kosten.

Vor diesem Hintergrund machte sich die Paper Converting Machine Company (PCMC) in Green Bay, Wisconsin, USA daran, die Fusion zu entwickeln. Dank Antriebs-, Steuerungs- und Linearführungstechnik von Rexroth arbeitet diese Flexodruckmaschine effizienter als ihr Vorgänger. „Der Sektor verlangt nach kürzeren Umrüstzeiten, um die produktiven Druckzeiten zu verlängern“, berichtet David Wall, Leiter des Bereichs Drucken, Beschichten und Kaschieren bei PCMC. „Druckereien wollen Material und Zeit sparen.“

[24.09.2012] Rexroth-Softwaretool hält Druckmaschinen fit

Rexroth-Softwaretool hält Druckmaschinen fit – sensorlose Analyse erfasst Verschleiß und gibt Anweisungen

Komponenten verschleißen im Laufe der Zeit, vor allem bei älteren Druckmaschinen. Damit steigt das Fehlerrisiko stark, und daraus resultierende Stillstandszeiten können erhebliche Kosten verursachen. Der vorbeugende Teileaustausch in festgelegten Intervallen ist jedoch unwirtschaftlich, denn das treibt die Wartungskosten in die Höhe. Ein neu entwickeltes Softwaretool von Rexroth, das Interactive Device Diagnosis System (iDDS), bietet einen Ausweg. Es wertet alle verfügbaren Daten des Antriebs- und Steuerungssystems der Druckmaschine aus. Das Tool analysiert dynamisch Trends und Veränderungen von Prozesskennzahlen (KPI) und gibt Anweisungen zu den erforderlichen Wartungsarbeiten aus.

Anwender erwarten von ihren Druckmaschinen höhere Verfügbarkeit und eine lange Lebensdauer. Bei der Entwicklung des Interactive Device Diagnosis System (iDDS) hat Rexroth hat diese Erwartungen in den Mittelpunkt gestellt. Die Softwarelösung analysiert ohne zusätzliche Sensoren dynamisch Trends und Änderungen einer Vielzahl von Kennzahlen wie Auslastung und Abweichungen. Anhand dieser Daten gibt die Software Anweisungen zu den jeweils erforderlichen Wartungsarbeiten aus. Die Mitarbeiter haben so ausreichend Zeit, die erforderlichen Wartungsmaßnahmen einzuplanen und in Produktionspausen auszuführen. Je nach Anwenderanforderungen können Softwaremakros konfiguriert werden, mit denen sich das Tool anpassen und für verschiedene Prozessabläufe konfigurieren lässt.

Der Datenzugriff erfolgt lokal oder standortunabhängig über einen Webserver des Anwenders für die Ferndiagnose. Die Daten befinden sich dabei jederzeit innerhalb der Firewall des Anwenders. Dadurch werden der unbefugte Zugriff durch Dritte verhindert und höchste Datensicherheit gewährleistet. Zusätzlich zu Installation und Start des Systems bietet Rexroth eine intensive Systemschulung an. Auf Wunsch des Kunden übernimmt ein Automatisierungsspezialist von Rexroth Ferndiagnose und Wartungsmaßnahmen.

Die automatische Systemüberwachung iDDS ergänzt das Servicepaket von Rexroth für Druckmaschinen. Im Rahmen von Produktüberholungsarbeiten tauschen Spezialisten weltweit definierte Verschleißteilpakete im Antriebssystem aus. Dadurch wird die Lebensdauer der Maschine verlängert. Der Rexroth-Service plant und übernimmt außerdem Nach- und Aufrüstungsarbeiten für ältere Maschinen.

[10.09.2012] Hervorragend für den Druck

Hervorragend für den Druck – Bei Druckmaschinen entscheidet auch die Automatisierung über Qualität, Flexibilität und Produktivität

E-Books, Netbooks und Smartphones stehen zwar in direkter Konkurrenz zum Druck- und Verlagswesen, aber die digitale Technik eröffnet der Industrie zugleich auch neue Möglichkeiten. Gedruckte Informationen lassen sich heutzutage schnell und hochwertig und trotzdem kostengünstig produzieren. Die Druckindustrie ist überaus innovativ, wie vor Kurzem die neuen Technologien und Maschinen auf der drupa 2012 belegt haben. Damit diese innovativen Technologien und Maschinen auch bei Qualität, Flexibilität und Produktivität punkten können, kommt es auf die Automatisierung an. Hier setzt Bosch Rexroth mit genau auf die Branchenbedürfnisse zugeschnittenen, kundenindividuellen Lösungen an.

Kürzere Produktzyklen, neue Produktionskonzepte und Materialien und immer kleinere Losgrößen stellen OEMs und Maschinenbetreiber weltweit vor große Herausforderungen. Moderne Automatisierungskonzepte machen den zuverlässigen und schnellen Betrieb von Druckmaschinen mit äußerst kurzen Umrüstzeiten ohne Qualitätseinbußen möglich.

Als Anbieter von Antriebs- und Steuerungssystemen engagiert sich Bosch Rexroth bereits seit 1993 in der Druck- und Verarbeitungsindustrie und hat die Druckmaschinenautomatisierung kontinuierlich vorangetrieben. Dank seines Know-hows zu sämtlichen Antriebstechnologien kann das Unternehmen Kunden zu allen Technologien beraten und das gesamte Automatisierungskonzept aus einer Hand liefern. Dies ist ein wichtiger Faktor, denn in Druckmaschinen kommen nicht nur elektrische Antriebe zum Einsatz, sondern außerdem Lösungen für Linearbewegungstechnik und Hydraulik. Für OEMs reduziert sich dadurch die Anzahl der Schnittstellen. Wenn Komponenten reibungslos zusammenarbeiten, sinken auch die mit der Technikintegration verbundenen Kosten. Die Experten von Bosch Rexroth haben bereits viele Anwendungen für den Verpackungs-, Zeitungs- und Etikettendruck umgesetzt und wissen daher um die Faktoren, die über die beschleunigte Markteinführung für OEMs entscheiden und es Druckereien möglich machen, ohne Qualitätsabstriche flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden einzugehen. Zahlreiche führende Unternehmen der Branche setzen auf Automatisierungslösungen von Rexroth.

Qualität: Digitaldruck erfordert konstante Bahnspannung

Digitale Druckverfahren erweitern die Möglichkeiten traditioneller Druckverfahren um personalisierte Druckerzeugnisse, Kleinstauflagen und Print on Demand. Darüber sind die Bahngeschwindigkeiten moderner Digitaldruckmaschinen bereits heute so hoch, dass sie eine echte Alternative beispielsweise zum Bogenoffsetdruck für mittelgroße Druckaufträge bilden.

Die Anforderungen an den Bahntransport sind beim kontaktfreien Digitaldruck im Vergleich zu traditionellen Druckverfahren höher. Aus diesem Grund ist eine verzerrungsfreie und stabile Bahnspannung von grundlegender Bedeutung für Druckqualität und Maschinenproduktivität. Direktantriebe minimieren durch die steife Befestigung an der Transportrollenwelle Probleme durch Drehmomentwelligkeit und erhöhen die Präzision des Bahntransports. Um eine konstante Bahnspannung zu erreichen, kann ein Tänzer in die Materialbahn eingebaut werden. Eine Bahnspannungssteuerung hält die Position des Tänzers mittig. Die Position des Tänzers wird über ein Potentiometer erfasst. Die elektropneumatischen Druckregelungen von Rexroth gleichen Spannungsschwankungen durch Rollenwechsel oder unrunde Materialrollen aus und justieren Abweichungen der Tänzerrolle schnell und präzise nach.

Die Vorteile einer komplexen Spannungssteuerung machen sich insbesondere bei hybriden Inline-Maschinen bemerkbar, die Druck-, Präge-, Schneid-, Stanz- und Kaschierfunktionen kombinieren. Die Spannungssteuerung eignet sich für Papier und Karton ebenso wie für eine Vielzahl von Folien unterschiedlicher Elastizität. Dadurch werden die Umrüstzeiten verkürzt, sodass bei Auftragswechseln weniger Makulatur anfällt. Außerdem können OEMs diese Komponenten als vorprogrammierte Technikfunktion schnell und einfach in das Steuerungssystem integrieren.

Flexibilität: Modulare Maschinenkonzepte verkürzen Lieferzeiten und lassen sich unkompliziert erweitern

Heutzutage ist es möglich, Zeitungen mit Beilagen wie Werbeflyern auf derselben Maschine zu drucken. So kommen Unternehmen im Bereich Publikationsdruck mit einer kleineren Anzahl leistungsfähigerer und flexiblerer Maschinen aus. Flexibilität ist auch im Verpackungsdruck eine wichtige Voraussetzung, denn dieser Bereich ist durch äußerst kurze Lebenszyklen geprägt, und Maschinen müssen nicht nur unterschiedliche Druckformate produzieren können, sondern außerdem eine Reihe von Druck- und Verarbeitungsverfahren anbieten. Außerdem müssen sie verschiedene Substrate unterschiedlicher Qualitäten verarbeiten können, da beim Verpackungsdruck auch Optik und Haptik überzeugen müssen. Dadurch gewinnen individuelle Verarbeitungsschritte wie Prägen oder Lackieren mehr und mehr an Bedeutung. Der Trend entwickelt sich daher in Richtung hintereinander gereihter Maschinenmodule für die Inline-Produktion, um diese zusätzlichen Prozessschritte zu bewältigen. Dafür müssen Prozesse unterschiedlicher Dauer ohne Einbußen bei der Produktionsgeschwindigkeit miteinander verbunden werden. Intelligente Kurvenscheibenfunktionen erlauben die Kopplung eines kontinuierlichen Bahntransports mit semirotativen Bewegungen und ermöglichen so aktive Bahnspeicher, um die Prozessproduktivität zu steigern. Die Linearmodule von Rexroth bieten eine zuverlässige und unkomplizierte Ergänzung der Gesamtlösung.

Für die Inline-Produktion stellen modulare und damit flexible Maschinenkonzepte die beste Lösung dar. OEMs können ihre Entwicklungstätigkeit auf einzelne Module ausrichten, die sie standardisieren und auch in Betrieb nehmen können. Gleichzeitig verkürzen sich dadurch auch die Auftragsabwicklungszeiten für Kundenprojekte, sodass sich die Forderungen nach kürzeren Lieferzeiten erfüllen lassen.

Maschinenbediener profitieren von der Flexibilität von Maschinen, die auf modularen Konzepten basieren. Sie können ihre Systeme ohne großen Aufwand um zusätzliche Stationen erweitern und auf diese Weise flexibel auf die Marktanforderungen reagieren. Die Integration zusätzlicher Druckschritte, beispielsweise die Parfümierung gedruckter Seiten, wird so zum Kinderspiel.

Durch vollständig dezentralisierte Automatisierungssysteme schafft Bosch Rexroth die notwendigen Voraussetzungen für solche modularen Strukturen. Die Bedienelemente für die einzelnen Maschinenmodule werden über eine Sercos-Schnittstelle vernetzt. Damit verfügt der Anwender über präzise Querkommunikation in Echtzeit.

Effizienz: beschleunigtes Engineering durch Softwareunterstützung

Betreiber von Druckmaschinen geben Marktanforderungen wie anspruchsvolle Verbraucher, den Einsatz neuer Materialien, kundenspezifische Lösungen mit kürzeren Lieferzeiten und Innovationszyklen sowie den konstanten Kosten- und Produktivitätsdruck an die Hersteller ihrer Maschinen weiter.

Um mit den immer kürzeren Innovationszyklen Schritt halten zu können, müssen diese Hersteller die Markteinführung beschleunigen. Heutzutage entfällt der größte Zeitaufwand bei der Entwicklung von Druckmaschinen auf das Engineering: den Gesamtprozess von der Projektplanung und Umsetzung bis hin zur Programmierung und Aktivierung.

Hier setzt Bosch Rexroth mit seiner Systemlösung IndraMotion an, die genau auf die branchenspezifischen Automatisierungsaufgaben zugeschnitten ist. Einschaltfertige Maschinenfunktionen werden als bewährte Technologiemodule und Funktionsbibliotheken bereitgestellt. Die verantwortlichen Ingenieure müssen nicht länger aufwendig komplexe Prozesse wie elektronische Kurvenscheiben oder Registersteuerungen programmieren, sondern können diese stattdessen einfach konfigurieren. Auf diese Weise können OEMs ihre Engineeringprozesse effizienter gestalten.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei der Registersteuerung, die sich direkt in die Rexroth-Systemlösung integrieren lässt. Das Motion-Logic-System übernimmt ohne zusätzlichen Hardwarebedarf die Ansteuerung über ein vorprogrammiertes SPS-Modul aus einer lizenzierten Technologiebibliothek. Darüber hinaus nutzt die Registersteuerung die hohe Präzision und die umfassende Funktionalität des Motion-Control-Bewegungssteuerungssystems und nimmt Korrekturen vor, bevor sich das Register verschieben kann. So werden OEMs in die Lage versetzt, Maschinen mit umfassenden Technologiefunktionen und Lösungen aus einer Hand anzubieten.

Produktivität: schnelle Umrüstung bei laufendem Betrieb

Druckereien müssen heutzutage in der Lage sein, auch Kleinauflagen kostengünstig ohne Abstriche bei einer hohen und wiederholbaren Druckqualität zu produzieren. Hinzu kommt ein enormer Zeitdruck. Formate müssen sich deshalb ultraschnell wechseln lassen. Die hoch dynamischen Servoantriebe von Bosch Rexroth verkürzen die Umrüstzeiten bei solchen Formatwechseln. Nach einem Pinolen- oder Druckplattenwechsel stellt der Bediener das Register auf die neuen Druckformate ein. Mit Technologie von Rexroth ist dies mit einem kurzen Tastendruck erledigt. Die stufenlosen elektronischen Getriebe übermitteln die Änderung direkt und reduzieren den Makulaturanfall bereits beim Anlauf. Dank des automatisch voreingestellten Registers kann die Produktion dann schnell wieder aufgenommen werden und die Synchronisation fliegend erfolgen.

Auch die in den Antrieb integrierten Sicherheitsfunktionen helfen, Zeit zu sparen, da die Maschine beim Plattenwechsel nicht mehr ausgeschaltet werden muss.

[11.03.2012] Druckers Liebling

Druckers Liebling – Müller Martini mischt die Karten im Verpackungsdruck neu

Neue Anwendungsbereiche für Offsetdruckmaschinen

Bunte Folien, Tüten und Etiketten in allen erdenklichen Formen: Der Druck flexibler Verpackungen muss wenig kosten, schnell sein und sich leicht anpassen lassen. Deshalb haben Druckereien bisher auf Flexo- und Tiefdruckverfahren gesetzt, denn damit lassen sich diese äußerst vielfältigen Druckformate relativ leicht bewältigen. Bei konventionellen Rollenoffsetdruckmaschinen summieren sich bei Formatwechseln schnell hohe Materialkosten, da die Druckeinschübe vollständig ausgetauscht werden müssen. Dies macht den großen Vorteil dieses Verfahrens wieder zunichte: die einfache, schnelle und kostengünstige Herstellung von Druckplatten im Belichtungsverfahren. Die Alprinta V der Schweizer Firma Müller Martini macht diesen Vorteil nun mit einem stufenlos formatvariablen Rollenoffsetdruckverfahren für den Druck flexibler Verpackungen nutzbar.

Höhere Flexibilität ohne Welle

Ermöglicht wird dies in erster Linie durch eine Automatisierungslösung für wellenlose Druckmaschinen von Rexroth. Diese moderne Technologie basiert auf präzise synchronisierten Antrieben, der „elektronischen Welle“, die die Umrüstzeiten deutlich reduzieren. Der leichte Kohlefaserzylinder der Alprinta V-Druckwerke macht Formatwechsel in nur zwei Minuten möglich. Verbunden mit den kurzen Vorlaufzeiten dank der schnellen Belichtung lassen sich Aufträge so äußerst flexibel ausführen und die Produktivität steigern. Das macht sich insbesondere bei häufigen Motivänderungen und Aufträgen mit geringer Wiederholwahrscheinlichkeit bezahlt. So werden neue Anwendungsgebiete für Rollenoffsetdruckmaschinen erschlossen und ihr Einsatz für Auflagen möglich gemacht, die bisher vor allem mit Bogenmaschinen produziert wurden.

Eines zentrales Element der Lösung ist die Motion-Logic-Steuerung. Die Achsschnittstelle der SPS ermöglicht es beispielsweise, den entsprechenden Antriebsparameter in der Maschinenprogrammsprache aufzurufen. Die SPS-Technik und die Motion-Control-Bewegungssteuerung der Antriebe wird dadurch einfacher und transparenter. Auf diese Weise sind die Alprinta V-Druckwerke in Bereichen erfolgreich, in denen herkömmliche Offsetsysteme versagen: bei der Verarbeitung ultradünner und dehnbarer Folien für flexible Verpackungen. Für diese Anwendung hat Müller Martini das StretchCorrectTM-Verfahren entwickelt. Die optimierte Interaktion des Antriebskonzepts für die einzelnen Antriebe mit dem elektronischen Getriebe ermöglicht die ultrapräzise Einstellung der Zylindergeschwindigkeiten. Die Prozessparameter lassen sich dabei mit einem Tastendruck umstellen.

[07.10.2011] Solarzellen aus der Druckmaschine

Ein ultrapräzises Antriebs- und Steuerungssystem senkt die Kosten und steigert die Effizienz in der Solarzellenproduktion – mit der wellenlosen Motion-Control-Bewegungssteuerung von Rexroth.

Sonnenenergie direkt in elektrische Energie umzuwandeln ist eigentlich eine einfache Idee. Die konkrete Umsetzung ist jedoch ist eine echte Herausforderung. Daher ist Solarenergie im Vergleich zu Kohlekraftwerken noch immer relativ teuer, unter anderem, weil die Solarzellenfertigung hohe Kosten verursacht. Ein Zellenhersteller in den USA senkt nun die Kosten mit einem revolutionären Beschichtungsverfahren und einer hoch präzisen Fertigung.

„Die Halbleiterschicht, die Licht in elektrischen Strom verwandelt, wurde in einem hoch komplexen Vakuumbeschichtungsverfahren aufgebracht“, berichtet Dario Stotz, Vertriebsmanager bei Northfield Automation Systems. Das Unternehmen ist auf die Rollenverarbeitung dünner Materialien in der Produktion flexibler Leiterplatten spezialisiert. „In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir eine Maschine entwickelt, die Kupfer-Indium-Gallium-(Di)selenid (CIGS) bei Raumluft statt im Vakuum aufbringen kann.“

Präzision durch Synchronisierung

Auf diese Weise kann das Unternehmen Solarzellen mit einem Verfahren herstellen, das im Wesentlichen wie der Offsetdruck funktioniert. Die Folie läuft in großen Pressen durch Rollen. Genau wie bei Tinte auf Zeitungspapier müssen die Schichten passgenau aufgetragen werden. Der Prozess erfordert allerdings eine Registersteuerung, die auf einen tausendstel Millimeter genau ist – auf einer 30 Meter langen Produktionslinie. Dazu müssen die einzelnen Wellen der verschiedenen Rollen in der Presse synchronisiert sein, damit die Folie über die gesamte Linie in exakt in der richtigen Position für die Verarbeitung gehalten wird. Für diese Präzision durch die elektronische Synchronisierung aller Wellen sorgt die IndraMotion MLC-Steuerung von Rexroth. IndraMotion MLC ist eine Weiterentwicklung des SYNAX 200-Systems. Wird die Geschwindigkeit der Linie erhöht, beschleunigen alle Zylinder gleichzeitig, sodass die Bahnposition präzise aufrechterhalten wird.

Dazu kommunizieren die IndraDrive-Antriebe per SERCOS III in Echtzeit mit den Steuerungen. Die einzelnen Zylinder werden nicht länger über eine mechanische Hauptwelle synchronisiert, sondern über digitale Servoantriebe, die über eine standardisierte Steuerungsplattform laufen. „Dank der Motion-Control-Lösung von Rexroth mit elektronischer Wellensynchronisation konnten wir die Entwicklungszeit für die Maschinen um 20 Prozent verkürzen“, erläutert Darin Stotz. „Auf diese Weise können unsere Kunden den Halbleiter hundert Mal schneller aufbringen, während die Solarmodule hundert Mal dünner sind. Dies ist ein großer Schritt in Richtung einer deutlich kostengünstigeren Solarzellenfertigung.“

[08.02.2011] Druckkostensenkungen durch flexible Umrüstung

Eine neue Siebdrucklinie von Kammann minimiert den Zeitaufwand für den Farbwerkwechsel und macht damit Einsparungen möglich.

Eine Stunde – so lange dauert es höchstens, um die K15-CNC-Siebdruckmaschine für den nächsten Auftrag umzurüsten. Die Umrüstung konventioneller Maschinen kann bis zu vier Stunden in Anspruch nehmen und umfangreiche mechanische Arbeiten erfordern. Ein Umrüstvorgang beansprucht damit unter Umständen die Hälfte der verfügbaren Laufzeit in einer Schicht. Genau hier setzt der deutsche Hersteller Werner Kammann Maschinenfabrik GmbH & Co. mit seinem innovativen Konzept an, das Lösungen von Rexroth nutzt. „Vor allem bei kleinen Auflagen wird die Produktivität dadurch erheblich gesteigert“, erläutert Ralf Fischer, Projektleiter für Entwicklung und Engineering bei Kammann. „Mit unseren Druckmaschinen können Kunden nach maximal 60 Minuten schon den nächsten Auftrag drucken.“