Germany

Standort auswählen

Germany

High Performance Zylinder für die Kokillenoszillation

Positionsgeregelte hydraulische Linearantriebe

Der hydraulische Linearantrieb erlaubt die vollständige Steuerung aller Oszillationsgrößen während des Gießens. Aufgrund dieser Steuerungsflexibilität können zur Optimierung der Oszillation verschiedene Kurvenformen angewendet werden. Außerdem können sowohl Hubamplitude als auch Oszillationsfrequenz zusammen mit der Gießgeschwindigkeit während des Gießvorgangs variiert werden. Die wesentlichen Merkmale der Kokillenoszillationszylinder von Rexroth sind höchst dynamisches Ansprechverhalten, Genauigkeit, niedriger Reibwert, hohe Querkraftaufnahmefähigkeit aufgrund der speziellen Lagerung der Kolbenstange.

Treten keine Querkraftbelastungen auf, können als kostengünstige Alternative High-Performance-Zylinder von Rexroth eingesetzt werden. Durch die druckunabhängigen, konstanten Reibwerte sind die High Performance Zylinder durchaus vergleichbar mit den klassischen Servozylindern. Der sich über die Kraftstufen 16, 40, 63, 100 und 250 kN erstreckende Baukasten deckt ein weites Einsatzfeld der Kokillenoszillation ab.

Der durch das kostengünstigere Dicht- und Lagerkonzept gewonnene Preisvorteil gegenüber der taschengelagerten Baureihe schränkt die technische Verwendbarkeit nur unwesentlich ein. Vorwiegend ist hier die nur bedingte Aufnahmefähigkeit von Lasten quer zur Bewegungsachse zu berücksichtigen, die z.B. durch zu bewegende Massen, Eigengewicht (je nach Einbaulage) und Querbeschleunigungen im Zusammenspiel mit anderen Aktuatoren entstehen können.

Systemaufbau / Funktionsweise

Die High Performance Zylinderbaureihe ist modular aufgebaut. Der Baukasten umfasst fünf Kraftstufen mit zwei vordefinierten Befestigungsarten „Schwenkzapfen“ oder „Kopfflansch“. In Kombination mit den standardisierten Außen- bzw. Innengewinden am Kolbenstangenende lassen sich variable Konfigurationen der Zylinder realisieren, abgestimmt auf die jeweiligen mechanischen Schnittstellen. Optional verfügbar ist ein integriertes magnetostriktives Wegmesssystem zur Positionserfassung. Die Basisversion des High Performance Zylinders ist generell mit einem Anschlussblock ausgeführt, der zum einen die Verbindung vom Richtungsventil zu den beiden Zylinderkammern herstellt und zum anderen die SAE-Flanschanschlüsse für die Verbindungen zur Druckölversorgung sowie den Rücklauf zum Tank bereithält. In der Anschlussplatte integriert sind der Druckspeicher im Pumpen- und der Dämpfungsspeicher im Tankanschluss und die Messstellen (mit Anschlusskupplungen) für die beiden Zylinderkammern sowie für Pumpe- und Tankanschluss. Durch das nach ISO 4401 genormte Anschlussbild für das Regelventil lassen sich gängige Zusatzfunktionen für die Kokillenoszillation über den Einsatz von Zwischenplatten ergänzen. Die flächengleichen Wirkflächen des Zylinders lassen eine gute Regelbarkeit, auch bei hochdynamischen Anwendungen (bis zu einer Frequenz von max. 50 Hz) zu. Unterstützt wird die gute Regelbarkeit durch die sehr geringe Reibung der Zylinder, die konstant und druckunabhängig maximal 1% der Nennkraft des Zylinders beträgt. Rohranschlüsse, sowie die Verbindungen des Anschlussblockes zu den Zylinderkammern, sind für Volumenströme ausgelegt, die eine Verfahrgeschwindigkeit des Zylinders von bis zu 2 m/s zulassen. Abweichungen von Vorzugsreihe sowie höhere Kraftstufen sind grundsätzlich möglich, bedingen aber einer vorherigen Klärung mit der Fachabteilung und verursachen gegebenenfalls längere Lieferzeiten.

Technische Eckdaten

  • Nennkraftstufen: 16, 40, 63, 100 und 250 kN
  • Befestigungsarten: MF3 und MT4
  • Nenndruck: 280 bar
  • Arbeitshubbereich: 50 bis 200 mm
  • Typische Frequenz: bis 50 Hz
  • Geschwindigkeit: 0,01 bis 2 m/s
  • Beschleunigung: bis max. 50 g
  • Druckunabhängige Reibung
  • Anwendungen ohne Querkraft
  • Wegmesssystem mit SSI-Ausgang, 5 μm Auflösung

Merkmale

  • Preiswerte Ergänzung des Regelzylinderspektrums für hochdynamische Anwendungen in Stranggießanlagen
  • Verkürzte Lieferzeiten durch vordefiniertes Baukastenprinzip
  • Gute Regelbarkeit durch druckunabhängige konstante Reibung
  • Anschlussplatte mit integrierten Flanschanschlüssen für P und T
  • Optional integrierbare Zusatzfunktionen in Zwischenplattenbauweise

Branchen